Der erste Wettkampf für den Jugendförder-Cup 2017 wird am kommenden Samstag traditionell mit dem Crosslauf auf dem Gelände der Gerarer Radrennbahn, stattfinden. Bei den Altersklassen U11 bis U15 liegen 193 Anmeldungen vor. Das größte Starterfeld mit über 40 Teilnehmern wird bei den Jungs der Altersklasse U11 erwartet.
Eine Woche später werden mit dem Athletiktest in Erfurt weitere wichtige Punkte gesammelt für eine gute Platzierung im Jugendfördercup Thüringen der SV Sparkassen-Versicherung 2016/17.
Nach dem historischen Luthersaal des Augustinerklosters in Erfurt, dem Schloss Friedenstein in Gotha und dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden bot diesmal das Schillermuseum Weimar die Kulisse für die Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Vorfeld der Ehrung waren die acht erfolgreichen Nachwuchstrainer eingeladen zu einer exklusiven Führung durch die historische Anna-Amalia-Bibliothek.
Mit der Erweiterung des Förderzweckes im Jahr 2012 hat die Stiftung damit ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema jetzt auch in ihrer Förderrichtlinie verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung acht Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.
Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehemaligen und aktiven Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Er ist die wichtigste Bezugsperson für den Athleten und sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz.
Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt. Aus dem Trainerkreis des Thüringer Radsport-Verbandes geehrt wurde Tim Zühlke – Radsport, Nachwuchstrainer Bahnsprint Erfurt vom Laudator Jochen Wilhelm, ehemaliger Erfolgstrainer.
Pauline Grabosch vom RSC Turbine Erfurt gefiel bei der Europameisterschaft trotz einer vorherigen zweiwöchigen Erkrankung, ihrem ersten Start in der Eliteklasse in Saint-Quentin-en Yvelines in der Nähe von Paris, besonders im 500m-Zeitfahren. Hier unterlag die 18-Jährige lediglich der Russin Schmelewa um 8/1000stel Sekunden und holte völlig überraschend die Silbermedaille. „Das war eine ganz starke Leistung, mit der ich vorher nicht gerechnet hatte“, bilanzierte ihr Heimtrainer Tim Zühlke.
Auch als Fünfte im Sprint bewies sie ihr hohes Leistungsgrundniveau. Dagegen muss sie künftig an ihrer taktischen Ausrichtung bei den harten Keirinsprints, wo sie Elfte wurde, arbeiten um weiter nach vorn zu kommen. Auch ihr Rang sieben im Teamsprint mit der Ausdauerfahrerin Gudrun Stock, die Olympiastarterin wechselte inzwischen aus Erfurt zurück nach München, kann sich durchaus sehen lassen.
Auch der Erfurter Jan May war als 21-Jähriger bei seiner ersten großen Europameisterschaft sehr gut drauf, holte mit dem Teamsprint-Trio die Bronzemedaille und landete im Sprint auf Rang 13. Auch der mit erst 20 Jahren jüngste Erfurter Mark Jurczyk, der erst ein Jahr den reinen Sprint trainiert, glänzte beim 1000m-Zeitfahren als Siebenter nach 1:01, 985 min. das sind fast 60 km/h mit persönlicher Bestzeit und komplettierte dieses tolle Ergebnis als Vierter beim Keirin. „Mit diesen Ergebnissen qualifizierten sich Jan und Mark für den ersten Weltcup in Glasgow und Pauline wird beim zweiten Weltcup im niederländischen Apeldoorn dabei sein“, freute sich Tim Zühlke.
Beim Finale der Steher über eine Stunde kamen bei dem überragenden Sieg des Deutschen Meisters Stefan Schäfer(Cottbus) nur fünf Gespanne des Achterfeldes ins Ziel. Dabei eroberte der Erfurter Schrittmacher Gerd Gessler, mit dem starken Franz Schiewer(Brandenburg) an der Rolle, ohne einen Angriff auf das Spitzenduo gefahren zu haben, die Silbermedaille vor dem dreifachen Ex-Europameister und Sieger der TBK open im Vorjahr in Erfurt, Giuseppe Atzeni/Schrittmacher Rene Aebi(beide Schweiz), die allerdings von drei Motorschäden betroffen waren.
Am Abschlusstag der Bahnrad-Europameisterschaften nahe Paris sorgte Marc Jurczyk (RSC Turbine Erfurt) für die beste Platzierung der deutschen Athleten. Der Erfurter EM-Neuling belegte im Keirin-Finale beim Sieg des Tschechen Tomas Babek den vierten Platz.
Vor dem deutschen Doppel-Sieg bei den Stehern setzte Pauline Grabosch aus Erfurt bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft in der Elite-Klasse ihre Erfolgsgeschichte fort. Die 18-Jährige, kürzlich erst zur „Juniorsportlerin des Jahres“ gekürt, fuhr in 34,318 Sekunden auf Platz zwei über 500 Meter und holte Silber. Die vierfache Junioren-Weltmeisterin musste sich in 34,318 Sekunden um nur 0,008 Sekunden der Russin Daria Shmelewa beugen. Die amtierende Weltmeisterin und Titelverteidigerin Anastasia Voinowa wurde in 34,483 Sekunden Dritte. „Ich freue mich riesig. Die Russinnen sind einfach stark. Eine hatte ich davon im Sack und zur Siegerin fehlte mir ein Wimpernschlag. Das sagen zu können, ist einfach überwältigend“, erklärte Grabosch.
Marius Hannack (RSC Turbine Erfurt) fuhr als erster deutscher U17-Fahrer über die 200 Meter fliegend 10,688 Sekunden beim Bundessichtungsrennen (23.-25.09.16) des Bund Deutscher Radfahrer in Frankfurt/Oder. Gleichzeitig verbessert er damit den Thüringer Rekord, welcher davor ebenfalls von ihm aufgestellt wurde.
Die Sparkassen-Versicherung und der Thüringer Radsport-Verband werden auch bis 2018 Partner bleiben. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Parteien gestern in Frankfurt/Main getroffen. Schwerpunkt wird auch in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendsport sein. Damit wird es auch eine Fortsetzung des Jugendfördercup der SV Sparkassen-Versicherung geben. Die SV betonte, dass selbst in schwierigen Wirtschaftsjahren eine Aussetzung der Zusammenarbeit aufgrund der hervorragend Ergebnisse des TRV im Nachwuchsbereich nie zur Debatte stand. Fortgesetzt wird auch die Zusammenarbeit der SV mit dem Hessischen Radfahrerverband.
Am vergangenen Wochenende fand auf der Radrennbahn in Frankfurt Oder die Bundessichtung des BDR statt. Die Thüringer Sportler zeigten sich von Ihrer besten Seite.
So konnte Anne Sprigode (SSV Gera 1990) in der U17w vor Frederike Stern (RV Elxleben) den Sieg nach 3 Tagen einfahren. In der weiblichen U19 Klasse fuhr Vanessa Wolfram (RSC Turbine Erfurt) auf den 2. Platz und Lena Charlott Reißner (SSV Gera 1990) auf Platz 3. In der U19m konnten gleich 4 Thüringer auf den Plätzen 2, 4, 8 und 10 durch Max Gehrmann (RSC Turbine Erfurt), Jacob Geßner (RSC Turbine Erfurt), Johannes Banzer (1.RC Jena) und Michel Aschenbrenner (SV Sömmerda) unter die ersten 10 fahren. In der Mannschaftsverfolgung konnten die Thüringer Mannschaften in der weiblichen Jugend und Juniorinnen den Sieg einfahren, bei den männlichen Junioren fuhren Max Gehrmann und Johannes Banzer in der BDR Mannschaft auf Platz 1 und der Thüringen Vierer auf Platz 3.
Bei den Sprintern konnten ebenfalls einige gute Platzierungen eingefahren werden. In der U17w gewann Christina Sperlich (SV Sömmerda) über 500m und belegte Platz 2 im Keirin. Emma Götz (RV Elxleben) gewann das Keirin-Rennen und belegte Platz 2 im Sprint der Juniorinnen. Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt) wurde im Sprint 1. und im Keirin und 500m Zeitfahren der männlichen Jugend 2. Marius Hannack (RSC Turbine Erfurt) belegte Platz 2 im Sprint und im 1000m Zeitfahren, sowie Platz 3 im Keirin der Junioren. Maraike Lange (SSV Gera 1990) belegte Platz 3 im Keirin der Juniorinnen.
Am vergangenen Samstag fand auf der Radrennbahn im Andreasrieth der Bahnabschluss und somit auch der letzte Wettkampf des Jugendfördercups der Sparkassen Versicherung der Altersklassen U11 bis U15 statt. Thorge Gödicke (SV Jena Zwätzen) und Lara Wolf (SSV Gera 1990) konnten sich jeweils in der U11 den Gesamtsieg sichern. In der U13 gewann Lucas Küfner (SSV Gera 1990) bei den Jungs und Lara Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt) bei den Mädchen. Domenik Wolf und Lena Fabienne Franke (beide SSV Gera 1990) konnten ihre Führung, trotz Abwesenheit vom letzten Wettkampf, in der Altersklasse U15 verteidigen und somit die Gesamtwertung gewinnen.